Audioguides & tour guide systems - Gruppenführungen

 

 

Audioführung für den Nationalpark Cabañeros (Ciudad Real, Spanien)

 

 

1. Willkommen

 

 

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Willkommen im Besucherzentrum des Nationalpark Cabañeros. Meine Kollegen haben mich ausgewählt, um Sie bei der Besichtigung der Säle zu begleiten. Ich werde gemeinsam mit Ihnen die zahlreichen Schätze und Geheimnisse entdecken, welche diese wundervolle natürliche Umgebung beherbergt. Ich habe Ihnen viel zu erzählen ... also gehen wir los. Aber bevor wir beginnen, möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Silvia, und ich arbeite seit vielen Jahren in diesem Park. Ich bin Biologin und kümmere mich um verschiedene Aufgaben im Zusammenhang mit der Pflege der vielen hier zu findenden Arten. Bei meiner Arbeit gleicht kein Tag dem anderen. Der Park ist eine magische Welt, die sich stetig verändert, und es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht beeindruckende und einzigartige Momente erleben. Es ist schwierig, sich für einen bestimmten dieser Momente zu entscheiden. Es könnte das eindrucksvolle Röhren der Hirsche sein. Der Durchzug Tausender von Kranichen. Die Geburt eines Kükens der seltenen Mönchsgeier. Oder die Begeisterung, die wir spüren, wenn wir Fußabdrücke des fast ausgestorben Iberischen Luchs sehen und uns bewusst wird, dass einige von ihnen hier in der Nähe sind. Ich weiß, dass ich Glück habe, hier sein zu dürfen, ebenso wie die Besucher, die zu uns kommen. Denn Cabañeros ist vielleicht der beste Nationalpark Spaniens zur Beobachtung von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum und eines der wichtigsten Schutzgebiete auf der Iberischen Halbinsel.

 

 

Daher ist es noch heute verwunderlich, wenn man sich daran erinnert, dass all dies in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts fast verloren gegangen wäre, als man plante die Finca de Cabañeros in einen Schießplatz der Streitkräfte zu verwandeln. Die breite gesellschaftliche Reaktion gegen diesen Plan und die Intervention der Regierung der autonomen Gemeinschaft Kastilien-La Mancha konnten glücklicherweise dieses Projekt stoppen. Nach einem langen Verfahren haben wir schließlich erreicht, dass am 20. November 1995 Cabañeros zum Nationalpark erklärt wurde. Und die Geschichte hat uns allen, die wir für die Erhaltung von Cabañeros gekämpft haben, Recht gegeben. Seine Naturschätze haben ihn zu einem der Prachtstücke des Systems der Nationalparks gemacht, wo er hervorragend das Ökosystem der mediterranen Hartlaubvegetation, des „monte mediterráneo“, repräsentiert. Nun verstehen Sie sicherlich, warum wir auch Sie daran teilhaben lassen möchten. Ich hoffe, Sie genießen den Besuch! Und Danke, dass Sie gekommen sind, um uns zu besichtigen.

 

 

2. Die Nationalparks

 

- Audio guía de los Parques Nacionales

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Bevor wir die Eingangshalle verlassen, um unsere Besichtigung von Cabañeros zu beginnen, versäumen Sie bitte nicht die Informationen, die sich an einer Seite des Saales befinden. Dort können Sie Einzelheiten zum System der spanischen Nationalparks erfahren, das, nach der neuesten Eingliederung, der des Parque Nacional de la Sierra del Guadarrama, nun aus 15 durch den Status „Parque Nacional“ geschützten natürlichen Lebensräumen besteht. Dieses System vereint in sich das repräsentativste und am besten erhaltene Naturerbe Spaniens. Mit der Erklärung eines Gebietes zum Nationalpark werden folgende Ziele verfolgt: Die Erhaltung der natürlichen Werte sicherzustellen. Diese Erhaltungsmaßnahmen mit dessen praktischer Nutzung und dem Erholungswert jeden Parks für die Bürger in Einklang zu bringen. Und die Erforschung und Erweiterung des Wissens bezüglich jedes dieser Lebensräume zu fördern.

 

 

Darüber hinaus haben sich die Nationalparks in den letzten Jahren zu einem wichtigen Förderungsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Landgemeinden entwickelt. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Unternehmen sind wir bestrebt, die Entwicklung alternativer Modelle zur nachhaltigen Nutzung zu fördern, welche die zunehmende Wichtigkeit des Naturschutzes für die Lebensqualität berücksichtigt. Und täglich sind es mehr und mehr Personen, die uns besichtigen kommen! Wussten Sie, dass jedes Jahr mehr als 10 Millionen Personen einen Besuch in den Nationalparks genießen? Sie können sich auf den Schautafeln die Informationen zu jedem der 15 bisherigen Nationalparks anschauen. Auch gibt es eine interaktive Anlage, an der Sie weitere Daten und Einzelheiten zu jedem dieser Lebensräume abrufen können.

Sehen Sie sich die Schautafel zum Nationalpark Cabañeros an. Ich empfehle den Besuch aller Besucherzentren, die wir hier haben. Das sollten Sie nicht versäumen! Neben den interessanten Inhalten, die jedes Besucherzentrum bereit hält, werden meine Kollegen Ihnen weitere Auskünfte geben, damit Sie Ihren Besuch am besten organisieren können. Und tatsächlich gibt es viele Optionen, um den Park kennen zu lernen: Wir haben fünfzehn ausgeschilderte Routen, zwei davon für Geländefahrzeuge. Eine Beobachtungsstation für Störche. Einen Aussichtspunkt zum Beobachten der Tierwelt der so genannten Raña. Und zwei Erholungszonen zur Entspannung während Ihres Besuchs. Und nicht zu vergessen, eine breite Palette an Unternehmungen, welche die in den Landgemeinden ansässigen Unternehmen für Aktiv-Tourismus bieten.

 

 

Wir unterhalten auch zahlreiche Forschungsprojekte und Naturschutzprogramme, an denen Biologen, Wissenschaftler und Experten aus ganz Spanien teilnehmen. Eines davon, zum Beispiel, heißt „Losfliegen“. Es ist ein Programm in Zusammenarbeit mit der SEO/BirdLife, bei dem eine Kamera im Nest eines Pärchens von Spanischen Kaiseradlern installiert wurde. Auf dem Bildschirm neben den Schautafeln der 15 Nationalparks können Sie live die eindrucksvollen von dieser Kamera erfassten Aufnahmen bestaunen, welche es ermöglichen, den Alltag dieser Raubvögel, eine der Symbolfiguren für die Wälder des Mittelmeerraums, zu verfolgen. Wie Sie sehen, habe ich vorhin nicht übertrieben, als ich Ihnen sagte, dass es viel zu erzählen gibt. Daher bin ich auch sicher, dass Sie viele Gründe dafür finden werden, nach Cabañeros zurückzukehren!

 

 

3. Die geologische Mauer

 

- Audio guía del Muro Geológico

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- Audio guía del Muro Geológico

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- Audio guía del Muro Geológico

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Der Park ist in die gebirgige Region von Toledo eingebettet, ein Gebiet, welches einige der ältesten Bergformationen der Iberischen Halbinsel von mehr als 500 Millionen Jahren Alter besitzt. Es ist schwer, sich das nun vorzustellen, aber dieses gesamte Gebiet befand sich in jener Epoche unter dem Meer. Daher haben wir wichtige paläontologische Fundstätten marinen Ursprungs, wo man bis zu 250 Arten einiger der frühesten Bewohner der Erde, wie Trilobiten und Kopffüßer, findet. Versäumen Sie bitte nicht, bevor Sie den Saal verlassen, einen Blick auf die hier ausgestellte große Replik solcher Spurenfossilien zu werfen. Es sind versteinerte Überreste, die von der früheren Anwesenheit von Tieren zeugen. Mehr davon können Sie im Besucherzentrum "Casa Palillos" in der Nähe von Santa Quiteria sehen. Sehr viel später, vor 2,5 Millionen Jahren, also während des Quartär, entstand in Cabañeros eine Fauna, die wir heutzutage mit der der afrikanischen Savannen vergleichen könnten. Mit großen Säugetieren wie dem Mastodon.

 

 

Überreste von einem Mastodon wurden in den südlichen Rañas von Cabañeros gefunden. Sein Kopf und seine Stoßzähne können ebenfalls im Besucherzentrum "Casa Palillos" besichtigt werden. Schauen Sie jetzt bitte auf die große Frontwand des Raumes. Hier ist eine Nachstellung eines geologischen Schnitts des Nationalparks Cabañeros installiert. Sie zeigt von oben nach unten, chronologisch geordnet, acht horizontale Schichten von unterschiedlichen geologischen Materialien, wie sie im Park vorgefunden werden. Nun betrachten Sie bitte die Schautafel daneben, die Ihnen Erklärungen zum Verständnis dieser stratigraphischen Abfolge gibt. Achten Sie genau auf die Einzelheiten der Schichten. Und stellen Sie sich vor, dass jede von ihnen Millionen von Jahren in der geologischen Geschichte der Erde bedeutet. Und vergegenwärtigen Sie sich, dass unsere Spezies, Homo sapiens sapiens, seit gerade mal 200.000 Jahren diesen Planeten bevölkert. Das ist fast Schwindel erregend, oder? Ich warte auf Sie im Saal der Jahreszeiten, wo wir unsere Reise durch die Naturgebiete des Nationalparks Cabañeros beginnen werden.

 

 

4. Der Saal der Jahreszeiten

 

- Audio guía de la sala de las estaciones

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Sie werden bald eine fantastische Tour durch den Nationalpark Cabañeros beginnen. Passen Sie bitte gut auf und achten Sie auch auf Einzelheiten, denn Sie können nun die stetigen Veränderungen kennen lernen, die im Verlaufe jeden Jahres in diesem wunderschönen natürlichen Lebensraum stattfinden.

Wenn wir aufmerksam unsere Umgebung beobachten, können wir viele Hinweise darauf finden, die die Abfolge der unterschiedlichen Jahreszeiten bezeugen.

In Cabañeros haben wir zwei Zugvogel-Arten, die diesen Wechsel der Jahreszeiten besonders deutlich vor Augen führen: den Storch und den Kranich.

 

 

Da das Ende des Winters bevorsteht, kommen im Februar zahlreiche Störche aus Afrika in den Park. Fast zur gleichen Zeit beginnen die Kraniche, die hier den Winter verbracht haben, ihre Reise nach Norden. Das gleiche, nur genau umgekehrt, geschieht dann wieder sechs Monate später.

Doch bevor Sie den Rundgang durch die Ausstellung beginnen, ist es wichtig zu verstehen, warum diese jahreszeitlichen Veränderungen geschehen, denn sie beeinflussen unmittelbar den Lebenskreislauf auf unserem Planeten.

Die Hauptursache für das Entstehen der Jahreszeiten ist die Neigung der Drehungsachse unseres Planeten bei seiner jährlichen Umlaufbahn um die Sonne. Betrachten wir dies einmal am Beispiel der nördlichen Halbkugel: je mehr diese Achse zur Sonne geneigt ist, umso wärmer wird es, und die Tage sind länger. Die Temperatur steigt, da dieser Teil des Planeten mehr Sonneneinstrahlung erhält. Wenn dagegen die Neigung zur Sonne geringer ist, gelangt die Sonnenstrahlung für weniger Stunden auf die Erdoberfläche dieser Halbkugel. Dies führt dazu, dass die Temperaturen sinken und die Nächte länger werden. Haben Sie dazu noch Fragen? Dann schauen Sie sich die audiovisuelle Präsentation und die Schautafeln in diesem Saal an. Diese erklären das sehr anschaulich und erleichtern so das Verständnis.

In den anschließenden Sälen finden Sie eine Auswahl der besten Szenarien, die zu den verschiedenen Jahreszeiten in den Ökosystemen des Nationalparks Cabañeros vorkommen. Bereiten Sie sich auf eine Reise durch Raum und Zeit vor, zu Höhepunkten der Naturereignisse auf der Iberischen Halbinsel, nämlich den wichtigsten Geschehnissen in der typischen Flora und Fauna des Parks. Sind Sie bereit, diese Reise zu beginnen? Dann erwarte ich Sie bei der Tagundnachtgleiche des Frühlings.

 

 

5. Tagundnachtgleiche des Frühlings. Flügel am Himmel

 

- Audio guía de equinoccio de primavera. Alas en el cielo

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In diesem Saal zeigen wir Ihnen den spektakulären Durchzug der Zugvögel, der in Cabañeros um den 21. März herum zu sehen ist. Dieses Datum markiert die Tagundnachtgleiche des Frühlings und den damit verbundenen Wechsel der Jahreszeiten nach den kalten Wintertagen. Zu diesem Zeitpunkt bevölkert sich der Himmel über dem Park mit Tausenden von Vögeln auf ihrer Reise zwischen ihren Brutstätten und den Gebieten, wo sie überwintern, und umgekehrt. Sommerbrüter, die aus den schwarzafrikanischen Gebieten kommen, überwinternde Vögel, die jetzt wieder nach Nordeuropa zurückkehren und Zugvögel auf der Durchreise zu anderen Zielen werden alle in den kommenden Wochen über Cabañeros zu sehen sein. Während dieser Tage kann man das Gekreische dieser vielfältigen Gruppen, manchmal mit unglaublicher Lautstärke, überall in Cabañeros hören.

 

 

Sehen wir nun im Einzelnen, welche diese Vögel sind. Sehen Sie sich die linke Schautafel an. Zunächst sehen Sie auf einer Karte die Wanderrouten einer Gruppe von überwinternden Vögeln.

Diese Arten, wie Kraniche, Kiebitze, Goldregenpfeifer, Braunellen oder Drosseln, haben bisher den Winter in Cabañeros verbracht, um der Kälte in ihrer mittel- oder nordeuropäischen Heimat zu entgehen. Ab nun beginnen sie, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, um sich zu paaren. Im Herbst, nachdem ihre neuen Küken gelernt haben selbständig zu fliegen, kommen sie dann wieder alle zurück in den Park. Sehen Sie sich auf der Schautafel an, welche Arten die repräsentativsten der Überwinterer sind und auf welchen Hauptrouten sie ziehen. Etwas weiter vorn auf der Schautafel erscheinen die Zugvögel, die den Park nur zur Durchreise nutzen, wie auch eine Karte zur Darstellung ihrer Routen.

Wissen Sie, warum sie Durchzugsvögel genannt werden? Es handelt sich um Vögel, die in der Regel nicht hier beheimatet sind und sich nun auf der Durchreise befinden. Sie nutzen das Gebiet von Cabañeros nur als Rast und um Nahrung aufzunehmen, um anschließend zu ihren endgültigen Zielen weiterzufliegen. Die strategische Position von Cabañeros im Zentrum dieser Routen und die Ressourcen, die dieser natürliche Lebensraum den Vögeln bietet, um wieder Kraft zu schöpfen, machen die Gegend zu einem entscheidenden Ort für das Überleben dieser Vögel. Einige von ihnen, wie der Weidenlaubsänger, der Gartenrotschwanz, die Lerche und das Braunkehlchen, können Sie auf den Darstellungen dieser Schautafel sehen. Wie schon zuvor, können Sie auch hier auf der Karte Einzelheiten zu ihren Routen betrachten. Nun betrachten Sie bitte die Schautafel rechts. Dort können sie eine dritte Gruppe der Zugvögel von Cabañeros sehen. Es handelt sich um die Sommerbrüter.

 

 

Nach dem Winter kommen sie nun aus den schwarzafrikanischen Gebieten nach Cabañeros. In den kommenden Wochen beginnt ihre Paarungszeit. Die Männchen, die noch kein Weibchen zur Paarung haben, suchen sich eines, und alle ziehen ihre Küken hier auf, bis sie darauf vorbereitet sind, im nächsten Herbst die Reise zurück nach Afrika anzutreten. Einige dieser Vögel werden Ihnen sicher vertraut sein, wie der Weißstorch und die Schwalben. Andere wiederum werden Sie vielleicht nicht kennen, wie zum Beispiel den Schwarzstorch, den Rötelfalken, den Rothals-Ziegenmelker oder den Pirol. Betrachten Sie bitte die Schautafel, wenn Sie mehr über sie erfahren möchten.

 

 

Sie sehen dort Einzelheiten zu jeder dieser Arten, einschließlich ihrer jährlichen Migrationsrouten. Wenn Sie noch mehr über die Zugvögel von Cabañeros lernen möchten, gehen Sie zu der interaktiven Anlage in der Mitte des Saals und nutzen die dort angebotenen Aktivitäten.. Mit Hilfe der interaktiven Anlage „Migrationen der Vögel“, können Sie viele Dinge über die Reisen von sieben Zugvogelarten lernen: Zwergadler, Schlangenadler, Racke und Weißstorch als Vertreter der aus Afrika kommenden Sommervögel; Kranich und Rotmilan als Überwinterungsvögel aus Nordeuropa; und Mönchsgeier als sesshafte, ständiger Bewohner des Parks. Wir treffen uns dann im nächsten Saal, um die Weiden von Cabañeros im Frühling kennen zu lernen.

 

 

6. Frühling auf den Weiden. Das Grass ist großartig

 

- Audio guía de la primavera en la dehesa. Esplendor en la hierba

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Diese Landschaft ist eine der häufigsten im Nationalpark Cabañeros : weite Flächen von Grasland und vereinzelte Steineichen. Es ist Ende April zur Mittagszeit, und die Sonne befindet sich an ihrem höchsten Punkt am Firmament. Die jüngsten Regenfälle und die höheren Temperaturen zu dieser Jahreszeit haben für sattgrünes Gras und zahlreiche Wildblumen gesorgt. Für viele Arten beginnt die Paarungszeit, ein Moment, wo der Park überall zum Leben erwacht. Aber als unvermeidlicher Gegenpol ist auch der Tod gegenwärtig, und notwendig, um den Lebenszyklus der Natur fortzusetzen.

 

 

Eben dies geschieht in der hier vorgestellten Szene. Schauen Sie bitte in der Mitte, auf die Gruppe von Gänsegeiern. Sie scharen sich um den Kadaver eines großen Pflanzenfressers, der seit Tagen tot, unter einer Wolke von Fliegen, auf dem Boden liegt. Mehrere dieser Geier, mit blutbeschmiertem Kopf und Hals, bewegen sich mit kurzen Sprüngen und ausgebreiteten Flügeln um den Kadaver herum. Andere kämpfen untereinander, um einen guten Platz bei diesem Festschmaus und die besten Stücke zu bekommen. Es gibt keine Regeln in diesem Chaos, aber die Stärksten geben fast immer den Ton an.

Das ohrenbetäubende Gekreische steigert sich noch mit der Ankunft von zwei Mönchsgeiern. Einer von ihnen landet mit bedrohlichen Flügelschlägen, um sich auf die Gruppe zu stürzen und seinen Platz am Bankett zu sichern. Rechts davon sitzt das andere durch seine Größe und die schwarze Färbung beeindruckende Exemplar und stößt Schreie aus, während es geduldig zwischen einem Gänsegeier und einem Schmutzgeier darauf wartet, an die Reihe zu kommen. Es beeindruckt, alle drei in diesem Park vorkommenden Arten von Aasfressern auf einmal zu sehen.

Wegen seiner geringeren Größe wartet der Schmutzgeier resigniert und ruhig bis die anderen Aasfresser sich satt gefressen haben, um dann schließlich noch die kleinen Fleischüberbleibsel von den Knochen zu rupfen. Vielleicht sind Sie überrascht, bei diesem Aas-Bankett zwischen den Geiern auch zwei Störche zu sehen. Erkennen Sie sie auf der linken Seite dieser Szene? Wenn sie hungrig sind, verachten sie auch nicht ein gutes Stück Aas.

Hoch über diesem Aas-Festschmaus fliegen zwei für die mediterranen Weidelandschaften typische Vogelarten. Links späht von oben ein Gleitaar-Pärchen, für die nun Paarungszeit ist, über den Wiesen nach kleinen Nagetieren im Gras.

 

 

Ganz in der Nähe gleitet langsam ein einsamer Schwarzmilan auf der Suche nach Nahrung für seine Partnerin. Er hat sich nicht weit von ihr entfernt. Wenn Sie auf der rechten Seite des Bildes auf den Gipfel der Steineiche schauen, werden Sie sie finden. Können Sie sie sehen? Das Weibchen bebrütet im Nest die in der zweiten April-Woche gelegten Eier. In etwas mehr als einer Woche werden die Küken bereit sein zu schlüpfen.

Dieser Bereich der Szene rund um die Steineiche zeigt die große Vielfalt an Raubvögeln, die den Park bewohnen.

Lassen Sie nun weiter oberhalb Ihren Blick über die Äste der Eiche streichen. Auf der rechten Seite taucht das Nest eines Schlangenadlers auf. Das Weibchen kümmert sich um das neu geschlüpfte Küken und füttert es mit kleinen Portionen einer Schlange. Schon von klein auf kreischt es sehr laut, um gefüttert zu werden, so dass das Männchen ständig auf der Suche nach Beute sein muss, um das Küken wie auch die Mutter zu ernähren.

 

 

Weiter unten am Stamm der Eiche thront ein Zwergadler auf den Zweigen. Nach der Überwinterung in Afrika ist er vor ein paar Tagen in den Park zurückgekehrt und ist nun auf der Suche nach einem geeigneten Nistgebiet. Seine Partnerin kann nicht weit entfernt sein, da sie gewöhnlich zusammen fliegen, vor allem jetzt, wo sie sich in der Balzzeit befinden.

Schauen Sie nun wieder weiter nach oben. Dort zeichnen sich die Umrisse eines Mäusebussard-Weibchens ab. Es ist üblich, sie allein zu sehen, aber das Männchen ist sicherlich in der Nähe, da es sich um eine sehr territoriale Spezies handelt. Nachdem sie sich einmal in einem bestimmten Gebiet angesiedelt haben, kehren sie während ihres ganzen Lebens stets an diesen Ort zurück. Dieses Bussard-Weibchen sitzt hier schon eine ganze Zeit und bewacht ihr Territorium, um es gegebenenfalls gegen Eindringlinge zu verteidigen, die auf Nahrungssuche hierhin kommen könnten.

Schauen Sie nun nach unten, auf den Boden der Szene. Ein Fuchs nähert sich langsam dem Aas, mit der Schnauze im Gras. Durch den Geruch des Kadavers angelockt, knurrt und seufzt er, während er darauf wartet, an die Reihe zu kommen. Er weiß, dass er der letzte sein wird, und bestenfalls ein paar saftigen Abfälle finden kann.

 

 

Eine Perleidechse flüchtet den Stamm hinauf, um nicht zum Fressen für den Fuchs zu werden. Und auf der rechten Seite gibt es eine laute Gruppe von Elstern, die unaufhörlich kreischen und sich untereinander jagen; auch sie warten darauf, dass die großen Aasvögel ihren Festschmaus beenden. Wahrscheinlich waren sie sogar die ersten, die das tote Tier gefunden haben. Und ihre Anwesenheit und ihr Gekreische hat dann die Aufmerksamkeit der Geier und Krähen geweckt, aber jetzt müssen sie auf die letzten Reste warten.

Wie wir sehen, schafft die Natur letztendlich ihren eigenen Hierarchien und die verschiedenen Arten müssen sich an diese Umstände anpassen, um zu überleben.

In einer Weile wird es an diesem Ort der Cabañeros wieder ruhig sein. Das Bankett im Gras wird nicht viel länger dauern; in ein paar Minuten wird man nur noch das Klacken der Schnäbel einiger Geier gegen die Knochen des Kadavers hören. Und nach dem Festessen werden die meisten Vögel eine Verdauungspause in der Sonne einlegen; die blutbefleckten Flügel breiten sie aus, damit die Hitze sie trocknet und desinfiziert.

 

 

Wenn Sie noch mehr über die Weidelandschaft und die dort lebenden Arten lernen möchten, gehen Sie bitte zu den Bildschirmen neben der Szene und nutzen Sie die dort angebotenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage „Wer ist wer?", können Sie weitere Informationen über die in diesem Saal dargestellte Szene und die Arten erfahren. Das Spiel "Geier", ermöglicht Ihnen, vier Aasvögel genauer kennen zu lernen: den Gänsegeier, den Mönchsgeier, den Schmutzgeier und den Bartgeier. Und mit dem Spiel "Sag mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist", lernen Sie die Unterschiede in der Ernährungsweise der verschiedenen Arten kennen und was für Auswirkungen diese auf sie hat. Wir treffen uns dann im nächsten Saal, um die Sommersonnenwende kennen zu lernen.

 

 

7. Sommer-Sonnenwende. Der längste Tag des Jahres

 

- Audio guía del solsticio de verano. El día más largo del año

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In diesem Raum können Sie auf einfache Weise, die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen zwei Vogelarten von Cabañeros entdecken: dem allgemein bekannten Weißstorch und dem scheueren und selteneren Schwarzstorch. Schauen Sie bitte auf die beiden dargestellten Szenen. Obwohl auf den ersten Blick beide Störche viel gemeinsam zu haben scheinen, sind doch so einige Unterschiede zu erklären. Wenn Sie dann gelegentlich das Glück haben, einen von Ihnen am Himmel zu sehen, werden Sie sie genau unterscheiden können. Schauen Sie bitte auf die rechte Szene. Die Sonne geht in Cabañeros auf und beginnt, am Horizont zwischen der kurvigen Silhouette der Gebirgszüge zu erscheinen.

Ein Pärchen Weißstörche sitzt neben ihrem großen und schweren Nest, das sie auf den kahlen Ästen einer Portugiesischen Eiche gebaut haben. Beide kümmern sich um die beiden Küken, die vor einigen Wochen geschlüpft sind. Für das junge Weibchen ist dies ihr erstes Gelege. Im letzten Winter hat sie sich zum ersten Mal gepaart, nämlich mit dem etwas älteren Männchen, das vor einem Jahr seine Partnerin verloren hat. Beide werden ab jetzt für ihr ganzes Leben zusammen bleiben.

 

 

Daher ist das noch etwas unerfahrene Weibchen unruhig und klappert ständig mit dem Schnabel; dieses Geräusch ist typisch für diese Spezies und entsteht, wenn sie, mit dem Kopf weit nach hinten geneigt, ganz schnell die Kiefern öffnen und schließen. Dieses rhythmische Klappern wird gelegentlich dadurch verstärkt, dass der Storch seinen Hals aufbläst, der dann wie ein Resonanzkörper wirkt, und das Geräusch bis weit in die Ferne übertragen kann.

Die Nervosität des Weibchens wird noch durch die Ungeduld der beiden Küken gesteigert. Sie sind gerade aufgewacht und fordern laut ihr Frühstück. Die Eltern, arbeiten unermüdlich, um sie zu füttern. Alle zwei Stunden müssen sie Nahrung zum Nest bringen, die sie dort als Fressen für ihre Jungen herauswürgen. Aber ihre Arbeit wird belohnt, wenn nämlich die Jungen in einem Monat bereit sein werden, ihren ersten Flugversuch zu unternehmen.

Schauen Sie nun bitte auf die linke Szene. Der lange, heiße Tag geht nun zu Ende. Die Nacht steht bevor und es beginnt zu dämmern. Eine Schwarzstörchin wacht neben ihrem Nest und kümmert sich um ihre kleinen, hungrigen Küken. Sie sind vor ein paar Wochen geschlüpft, und im Gegensatz zu ihren Eltern haben sie noch weißen Flaum. Es wird noch einen Monat dauern, bis dieses, für diese Spezies so unverwechselbare schwarze Gefieder, entsteht.

Einer der Erwachsenen ist gerade eingetroffen, um die letzte Nahrungsration des Tages für die Küken zu bringen. Er hat eine saftige Kröte erjagt und würgt sie rasch auf den Boden des Nestes, damit die Jungen sie fressen können.

 

 

Schauen Sie bitte genau, wo sich das Nest befindet. Erkennen Sie, was das für ein Baum ist? Dies ist einer der häufigsten Bäume des Parks. Das Nest befindet sich in einer Gabel einer großen, dicht belaubten Portugiesischen Eiche, weit entfernt von bedrohlichen Raubtieren wie Füchsen oder Kleinfleck-Ginsterkatzen. An seinem Bau hat dieses Paar wochenlang gearbeitet. Auf einem Sockel mit Stöcken haben sie ein flaches Gebilde aus Erde und Gras errichtet und innen mit viel Moos gepolstert. Der Schwarzstorch ist während der Brutzeit ein einsiedlerischer Vogel. Es ist möglich, dass sich das nächste Nest viele Kilometer weit entfernt befindet.

Also lassen wir sich dieses Paar unterhalten, bevor sie sich zum Schlafen legen. Sie unterhalten ein lautes und lebhaftes Gespräch, bei dem jeder die so typischen Stimmen einmischt, Pfeifen, heisere Gesänge und ein Gequietsche, das an Sägegeräusche erinnert. Anscheinend haben sie sich heute viel zu erzählen. Wenn Sie in der Lage sein möchten, die Störche in allen Einzelheiten zu schildern, verpassen Sie nicht das audiovisuelle Gerät in diesem Saal. Und anschließend können Sie sich an den interaktiven Bildschirmen vergnügen. Ich erwarte Sie dann im nächsten Saal, um die Raña von Cabañeros im Sommer zu entdecken.

 

 

8. Der Sommer in der Raña. Im Schatten der Steineiche

 

- Audio guía del verano en la raña. A la sombra de la encina

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Wir befinden uns vor der Raña von Cabañeros, eine weite mit Bäumen gespickte Grasebene, die an die Landschaft der großen afrikanischen Savannen erinnert. Es ist August an einem Nachmittag. Der Tag nähert sich seinem Ende, aber es herrscht immer noch erdrückende Hitze. Dieses Gefühl der Trockenheit wird noch durch die übliche Sommer-Symphonie des Grillenzirpens unterstrichen. Eine große, Jahrhunderte alte Steineiche erhebt sich in der Mitte der Szene zwischen den bräunlichen und gelblichen Farben des Grases.

 

 

Die Atmosphäre unter ihrer dichten Krone ist feuchter und ermöglicht eine frischere Vegetation. Aus diesem Grund bietet im Sommer der Schatten, den sie wirft, Unterschlupf für verschiedene Arten. So wie für dieses Reh, das sich um ihre zwei Kitze kümmert; das größere stammt vom Wurf des letzten Jahres. Sie liegen Sie hier schon seit Stunden, um sich vor der brennenden Sonne zu schützen.

Die wenigen Schattenflächen in der Raña sind in den wärmeren Monaten sehr gefragt und müssen oft mit anderen Tieren geteilt werden. Schauen Sie sich die neuen Nachbarn an, die von der linken Seite der Szene her angelaufen kommen. Es ist eine Gruppe von Wildschweinen. An der Spitze der Gruppe läuft ein imposanter Eber, gefolgt von der Sau und ihren drei Frischlingen, die sich in einer kleinen Eiche verstecken und spielen. Schauen Sie jetzt bitte nach rechts von der Steineiche. Auf den Ästen eines trockenen Baums ruhen einige afrikanische Vögel. Auch dösen dort eine Kleinfleck-Ginsterkatze und eine Wildkatze vor sich hin. Sie strecken sich und legen sich wieder hin, um auf die Dunkelheit zu warten, da beide nachtaktive Tiere sind.

Beachten Sie bitte den Boden neben diesem trockenen Stamm. Ein neugieriger Hase betrachtet den Horizont. Er bemerkt nicht die beiden Furcht erregenden Raubtiere in seiner Nähe und diese Unaufmerksamkeit könnte ihn teuer zu stehen kommen. Ein Fuchs und ein Ichneumon-Wiesel haben ihn im Blick ... und ihnen entwischt nur selten eine Beute.

 

 

… heute aber scheint dieser Hase hat sehr viel Glück zu haben.

Weiter rechts sieht man eine lebhafte Kolonie von Bienenfressern. Ihr glänzendes, buntes Gefieder hebt sich deutlich gegen die sandfarbige Tönung der Böschungen ab, wo sie ihre Nester bauen. Durch diese Lage und die Höhe über dem Boden bleiben sie außerhalb der Reichweite von Raubtieren. Schauen Sie nun bitte auf die andere Seite der Szene, links von der zentralen Steineiche. Dort können Sie verschiedene Arten von Steppenvögeln sehen, unter denen, aufgrund ihrer Größe, die Trappe hervorsticht. Achten Sie auf die bräunliche und gräuliche Färbung dieser Vögel. Durch diese Färbung sind sie in den trockenen Graslandflächen, die in der Raña im Sommer vorherrschen, bestens getarnt.

 

 

Nun richten sie Ihren Blick bitte nach oberhalb von diesen. Ein Turmfalke schlägt rasch mit seinen Flügeln, während sein Schwanz wie ein Fächer ausgebreitet ist, und ein Rotfalke zieht weitläufige Kreise am Himmel. Beide nutzen perfekt die Luftströmungen aus, während sie auf der Suchen nach ihrer bevorzugten Beute aufmerksam den Boden unter sich erkunden: Insekten und kleine Vögel im Fall des Turmfalken, und Küken der Steppenvögel für den Milan. Der Rotmilan hat seinen Blick auf ein Rebhuhn gerichtet und ist dabei, sich im Sturzflug auf dieses zu stürzen, um es völlig überrumpelt mit seinen Krallen zu greifen.

Das Ende des Tages nähert sich. Die Sonne beginnt, hinter dem Horizont zu versinken. Ein überwältigender Schall erfüllt den Park.

 

 

Die ersten erwachsenen Hirsche röhren, da nun die Rehe brünftig sind.. Sie sind dabei, eine der beeindruckendsten Naturschauspiele zu einzuleiten, nämlich die Brunft der Hirsche, die auch schon das Ende des Sommers in Cabañeros einläutet. Im folgenden Ausstellungssaal werden Sie detaillierter erfahren, worin genau die Brunft besteht. Wenn Sie mehr über das Ökosystem der Raña und der sie bewohnenden Arten wissen möchten, treten Sie bitte an die Bildschirme heran, die neben der Szene installiert sind, und nutzen Sie die dort vorgeschlagenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können mehr über die Szene und die in diesem Raum dargestellten Arten erfahren. Das Spiel "Steppenvögel" gibt Ihnen verschiedene Hinweise, wie Sie eine Gruppe dieser Tiere erkennen können. Und bei dem Spiel "Die Nahrungskette" müssen Sie die verschiedenen, an der Nahrungskette von mehreren Arten beteiligten Akteure, anordnen. Wir sehen uns dann im Herbst wieder, um den Buschwald von Cabañeros kennen zu lernen.

 

 

9. Herbst im Buschwald. Stars im Wald

 

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Der Wechsel der Jahreszeit beginnt, sich in Cabañeros zu zeigen . Der Geruch nach feuchter Erde nach den jüngsten Regenfällen, zunehmend kühlere Temperaturen und die ockerfarbige Tönung der Blätter einiger Portugiesischer Eichen, die sich aus dem Dickicht von Steineichen und Korkeichen hervorheben, sind lebende Beweise dafür, dass der Herbst schon vor einigen Wochen in den Park gekommen ist. Es ist Ende Oktober. Der Morgen bricht an. Der Wettstreit, der sich am Firmament zwischen den Wolken und dem offenen Himmel abspielt, ist noch nicht entschieden, und einige zögerliche Sonnenstrahlen nutzen die Gelegenheit zu einem Versuch, den Boden zu wärmen, doch ohne Erfolg. Der Wald scheint sich zu räkeln. Bald werden alle seine Bewohner geschäftig werden. Achten Sie darauf, was sich in der Szene abspielt. Sie haben hier die großartige Gelegenheit, drei der großen Protagonisten der Cabañeros zusammen zu beobachten: den Spanischen Kaiseradler, den Mönchsgeier und den Iberischen Luchs. Drei Korkeichen stehen im Vordergrund der Szene vor Ihnen. Schauen Sie bitte auf das Zentrum.

 

 

Ein Pärchen Spanischer Kaiseradler hat im vergangenen Frühjahr, nicht sehr hoch über dem Boden, auf einem seiner Äste genistet. Auf der rechten Seite, auf einem anderen Ast, betrachten die stolzen Eltern ihr Küken, das schon groß und vollständig befiedert ist. Es war nicht leicht, es in diesen Monaten großzuziehen. Sein Bruder starb, als er bald nach dem Schlüpfen aus dem Nest fiel. Das Adlerchen ist kurz davor, das Nest endgültig zu verlassen, um andere Gebiete in der Ferne zu suchen und sich dort anzusiedeln. In drei oder vier Jahren, wenn er schließlich erwachsen sein wird, wird er zurückkehren, um sich nahe dieses Waldes, wo er geboren wurde, zu paaren. Schauen Sie jetzt bitte auf den Boden unter der Korkeiche. Unter ihren Zweigen gedeihen typische mediterrane Büsche, mit für den Herbst üblichen Blumen und Früchten. Sie sehen, von links nach rechts, einen Erdbeerbaum, eine Spanische Besen-Heide, eine Zistrose, eine Pfingstrose, eine Schmalblättrige Steinlinde, Ginster und Thymian. Das sind nur einige Vertreter des wunderbaren Herbstes im Wald der Cabañeros: eine riesige Speisekammer nach dem heißen Sommer und vor dem unbarmherzigen rauen Winter.

Schauen Sie nun bitte auf den linken Teil der Szene. Eine Kolonie von Mönchsgeiern hat sich auf einer anderen, etwas kleineren Korkeiche niedergelassen. Es handelt sich um zwei Familien mit ihren Küken, deren Nester nicht weit entfernt sein dürften. Die Eltern einer dieser Familien beobachten von den Ästen des Baumes aus ihr Junges, während dieses unter ihren wachsamen Augen verschiedene Bewegungen auf dem Boden übt.

 

 

Auf der rechten Seite dieser Eiche, schauen die anderen Eltern den Flugübungen der anderen Jungvögel zu. Der harten Landung des Geiers mit ausgebreiteten Flügeln, gehen ein schnaubendes Geräusch in der Luft und einige kräftige Flügelschläge voraus. Das Erlernen und die Übung dieser Bewegungen sind unerlässlich, um das Überleben der beiden Jungvögel zu gewährleisten. Bald werden sie ihre Nester verlassen und sich über Hunderte von Kilometern entfernt von diesem Ort zu verteilen.

Schauen Sie nun bitte auf den linken Teil dieser Szene. Unter den Zweigen der dritten Korkeiche, wo eine laute Schar von Blauelstern genistet hat, die unaufhörlich den Wald in Unruhe versetzen, sind ganz überraschend zwei Exemplare der meist bedrohten Katzenarten unseres Landes erschienen: Iberische Luchse. Vermutlich handelt es sich um zwei junge Luchse von der südlichen Halbinsel, die auf der Suche nach einem eigenen Territorium für sich sind. Schhhh, kommen Sie näher heran und versuchen Sie, keinen Lärm zu machen! Während einer von ihnen ausruht, nähert sich der andere ganz vorsichtig einem Kaninchen, das noch zögert, ganz aus seinem Bau zu kommen. Kaninchen sind ihre wichtigste Nahrungsquelle und er muss diese Gelegenheit unbedingt nutzen; jeden Tag wird es schwieriger, sie zu finden.

 

 

Einer hat’s gesehen, der andere nicht. Der Luchs hat sich auf das Kaninchen gestürzt, und der Hinterhalt war erfolgreich. Der Morgen hat für diese beiden Katzen gut begonnen, aber sie brauchen noch mehr Proteine und werden vor Tagesende noch ein anderes Kaninchen jagen müssen. Wenn Sie mehr über den mediterranen Buschwald und die ihn bewohnenden Arten wissen möchten, treten Sie bitte an die Bildschirme heran, die neben der Szene installiert sind, und nutzen Sie die dort vorgeschlagenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können mehr über die Szene und die in diesem Raum dargestellten Arten erfahren. Das Spiel "Erkunden Sie den Wald!" ermöglicht Ihnen, noch mehr über die charakteristischen Arten des mediterranen Buschwalds zu lernen. Ich erwarte Sie dann im nächsten Saal, um den Laubwald der Cabañeros im Herbst zu entdecken.

 

 

10. Der Herbst in den Laubwäldern. Eine Symphonie der Farben

 

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Der Monat November schreitet in Cabañeros voran. Noch bleiben trockene Blätter in den Kronen einiger Laubbäume, die aber auch bald fallen werden; doch die meisten bilden schon ein Meer von Laub, das den Waldboden fast vollständig bedeckt und einen goldenen Teppich bildet. Wir befinden uns mitten in einem dichten Eichenwald. Die Schönheit der Farben dieser magischen Landschaft ist ein Genuss für die fünf Sinne, aber die Härten des Winterklimas nahen, und jeder Morgen ist schon sehr kalt und feucht, besonders im Schatten unter Bäumen. Dies ist ein klares Anzeichen dafür, dass dieses Jahr die Schneefälle einige Wochen früher einsetzen werden. Stellen Sie sich bitte vor die dargestellte Szene. Dort können Sie sehen, wie verschiedene Arten zusammen leben und um ihr Überleben in diesem Wald kämpfen.

 

 

Auf der linken Seite, im Vordergrund, sieht man den Stamm einer Eiche, die schon alle Blätter verloren hat. Von hinten kam gerade ein erschrockenes Reh, das im Unterholz versteckt war. Es handelt sich um ein männliches Tier, mit seinem einzigartigen drei-endigen Geweih; es besitzt ein dichtes, graues Fell, das gut tarnt und gegen die Winterkälte schützt.

Durch unsere Anwesenheit erschreckt, ist es mit einem mächtigen Satz seiner starken Hinterbeine geflüchtet.

Blicken Sie nun bitte nach oben. Wenn Sie den Blick über die Eiche nach oben schweifen lassen, werden Ihnen verschiedene eigenartige Vögel auffallen. Wie dieser Kleiber, der am Stamm akrobatisch kopfüber nach unten läuft. Mit seinen starken Krallen kann er sich an der Rinde festhalten und sich so sehr geschickt bewegen, während er beharrlich trillert.

Etwas weiter oben, auf der linken Seite, sehen Sie einen Buntspecht, der geschickt die Baumrinde auf der Suche nach Maden und Insekten bearbeitet. Sein Klopfen mit dem Schnabel ist noch weit in der Ferne zu hören.

Und auf dem Zweig thronen zwei prächtige Vögel. Ein Rotkehlchen trillert ruhig, aber unermüdlich, seine melancholische Melodie. Es gibt keinen anderen Vogel im Herbst, der es als Solist mit ihm aufnehmen könnte.

Und am Ende des Zweiges sehen Sie einen Eichelhäher. Er hat gerade in einer Höhlung in dieser Eiche einige vom Boden gesammelte Eicheln verstaut. Seine Speisekammer ist schon ziemlich voll für den Winter und es scheint, als wolle er mit seinem schrillen Kreischen seine Genugtuung über die geleistete Arbeit mitteilen.

 

 

Aber seine Speisekammer wird bald ohne Eigentümer bleiben. Mit einem spektakulären Flugmanöver, mit schnellen Flügelschlägen den Zweigen ausweichend, ist ein Habicht dabei, über den ahnungslosen Eichelhäher herzufallen. Er ist ein unerbittlicher Jäger, der fast nie sein Ziel verfehlt, wie vermutlich auch jetzt.

Es sei denn, ein anderer Furcht erregender Raubvogel des Waldes reißt ihm die Beute noch aus den Fängen. Ein Sperber gleitet rasch von der rechten Seite der Szene heran. Obwohl sie in der Regel kleinere Vögel jagen, hat das Weibchen dieser Art eine ausgesprochene Vorliebe für Eichelhäher.

Das Schicksal des Eichelhähers ist besiegelt, die Natur muss ihren Lauf nehmen und die Gesetze der Nahrungskette sind unerbittlich.

Schauen Sie nun bitte unten auf den rechten Teil dieser Szene. Um einen trockenen und zerbrochenen Baumstamm und ein Farn herum, sieht man vier in diesen Wäldern sehr übliche Säugetiere. Kommen Ihnen einige davon vertraut vor? Zumindest einen von ihnen kennen Sie sicherlich. Ein einsamer stacheliger Igel mit seinem charakteristischen molligen Aussehen, sucht Insekten und Beeren auf dem Boden. Obwohl er ein meist nachtaktives Tier ist, ist er doch öfter auch an kalten und feuchten Tagen wie heute unterwegs.

Über ihm, auf dem Stamm, erscheint ein Gartenschläfer. Ebenfalls eigentlich nachtaktiv wie der Igel, nutzt er den frischen Morgen, um weiter Eicheln zu sammeln. Er muss noch jede Menge Nahrung anhäufen, um im Winterschlaf durch den Winter kommen zu können.

Dieser Gartenschläfer wird jedoch einen ziemlichen Schreck bekommen. Er ist kurz davor, auf zwei der Raubtiere zu treffen, deren übliche Beute er ist. Ein etwas zerstreuter Steinmarder kommt gerade aus seinem Bau, um einen Happen zu suchen. Er ist hungrig und hat dabei eigentlich keine besonderen Vorlieben: Nagetiere, Wühlmäuse, Reptilien, Eier, Früchte, Beeren ...

 

 

Und weiter unten, ein Dachs, mit seinem markanten weißen Kopf, auf dem sich längs in der Mitte zwei schwarze Streifen abzeichnen. Wie der Steinmarder ist auch er ein Allesfresser, hat aber eine Vorliebe für Früchte, Honig, Beeren und Pflanzen. Bezeichnenderweise wird dieses Tier auch "der vegetarianischste der Fleischfresser" genannt.

Wenn Sie mehr über den Laubwald und die ihn bewohnenden Arten wissen möchten, treten Sie bitte an die Bildschirme heran, die neben der Szene installiert sind, und nutzen Sie die dort vorgeschlagenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können Sie mehr über die Szene und die in diesem Raum dargestellten Arten erfahren. Mit dem Spiel "Der Detektiv des Waldes" können Sie Weiteres über die typische Tierwelt der Laubwälder von Cabañeros lernen. Ich erwarte Sie dann im nächsten Saal, um die Flüsse und Ufer von Cabañeros im Herbst zu entdecken.

 

 

11. Der Herbst in den Flüssen und an den Ufern. Das Leben kehrt in den Fluss zurück

 

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Es ist Spätnachmittag in Cabañeros; die Sonne ist noch nicht am Horizont versunken, aber die Temperatur ist schon rasch gesunken. Die immer kürzeren Tage scheinen sich allzu eilig zu verabschieden. Wir befinden uns in einem dichten Galeriewald, der sich am Flussbett des wilden, ungezähmten Flusses Estena, auf dessen Weg durch den Park, entlang zieht. Unter einem Korridor von Weiden, Erlen und Eschen führt der Estena in den ersten Dezembertagen mehr Wasser als sonst üblich. Der Herbst war besonders regnerisch. Dies zeigt sich durch das Anschwellen der Bäche, die dem Hauptstrom zufließen und dessen Flussbett schon vollständig gefüllt ist. Das Wasser, ein Synonym des Lebens, bevölkert sich mit Fischen und zieht nun viele Arten an, welche die Ufer des Estena aufsuchen. Ich werde Ihnen einige davon vorstellen. Schauen Sie zuerst in das Wasser des Flusses, wo kleine Fischschwärme schwimmen. Von links nach rechts sehen Sie einheimische Arten von Steinbeißern, Kurzkopf-Welsen, Karpfen, Elritzen und Döbeln.

 

 

Zwischen sie ist gerade ein Otter getaucht, um einen Festschmaus zu ergattern. Auch wenn sie Krebse, Reptilien und sogar Vögel fressen können, bilden doch Fische ihre Ernährungsgrundlage. Als geschickte Schwimmer und Taucher, können Sie bis zu 3 Minuten untergetaucht bleiben. Er ist im Begriff, einen Kurzkopf-Wels zu fangen, um ihn mit seiner Partnerin zu teilen, die am Ufer wartet. Sehen Sie sie? In der Nähe, zu ihrer Rechten, sehen Sie einen Graureiher. Seit Stunden steht er auf einem kaum aus dem Fluss ragenden Felsen, mit eingezogenem Hals und dem langen Schnabel nach vorn deutend. Er beobachtet regungslos den Grund des Wasser, und fängt gekonnt jeden Fisch in seiner Reichweite.

Weiter rechts sehen wir eine Wasserratte, die gleich in den Estena tauchen wird. Sie ist hektisch dabei, ihren Bau mit Nahrung zu füllen, um den harten Winter überleben zu können. Sie können bis zu mehrere Kilo Pflanzenmaterial, Insekten und Knollenfrüchte anhäufen.

Daneben befindet sich eine einzelne Bachstelze und pickt ständig am Boden herum, um sich von kleinen Insekten zu ernähren. Ihr Partner wird nicht weit entfernt sein, denn zu dieser Jahreszeit sind sie sehr bodenständig und beschränken sich auf ein nur kleines Gebiet.

Und am Ende dieses Teils der Szene finden wir eine ruhige Europäische Sumpfschildkröte. Sie kam aus der schützenden Vegetation heraus, um langsam zum Wasser des Flusses zu gehen. In diesem Moment ist sie besonders schutzlos gegenüber möglichen Angreifern, denn im Wasser ist sie ein ausgezeichneter Schwimmer.

 

 

Schauen Sie jetzt bitte auf die linke Seite der Szene. Zunächst erscheinen dort drei in diesen Wäldern einige sehr übliche Amphibien: der Iberische Wasserfrosch, der Europäische Laubfrosch und der Iberische Scheibenzüngler. Alle drei sind dämmerungsaktiv und sind gerade aus ihrem Versteck gekommen, um sich von kleinen Insekten zu ernähren.

Zu ihrer Rechten liegt eine eingerollte Vipernatter. Sie ist nicht häufig zu dieser Uhrzeit in einem so kalten Monat wie Dezember zu sehen, aber der Hunger hat sie hierhin getrieben. Einer der drei vorgenannten Amphibien wird sicherlich zur willkommenen Beute werden, zu einladend um sie entkommen zu lassen. Aber es könnte natürlich auch der Feuersalamander sein, der unbeweglich zu ihrer Rechten verharrt.

 

 

Etwas weiter hinten sehen Sie eine Wasseramsel und eine Iberische Smaragdeidechse, wie sie im Uferschlamm nach Larven und Insekten suchen.

Wenn Sie nun den Blick nach oben richten, sehen Sie einen prächtigen Eisvogel, der sein buntes Gefieder zur Schau trägt. In seinem Schnabel hält er ein Wasserinsekt, das er gerade mit großer Präzision erjagt hat.

Wie wir schon vorhin angemerkt haben, führt der Estena in diesem Jahr mehr Wasser als üblich, und das wiederum ergibt, wie Sie gesehen haben, ein überreichliches Angebot an Beute für alle Tierarten. Das sind Paradoxien der Natur. Das Wasser bedeutet Leben und Tod zugleich, und verkörpert so das Gleichgewicht, welches für das Überleben jeden Ökosystems nötig ist. Wenn Sie mehr Dinge über die Flüsse und Ufer des Parks und die hier lebenden Arten wissen möchten, begeben Sie sich bitte zu dem Bildschirm neben der Szene und nutzen die dort angebotenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können mehr über die Szene und die in diesem Saal dargestellten Arten erfahren. Und mit dem Spiel "Amphibienpuzzle" erfahren Sie auf sehr unterhaltsame Art besonders kuriose Dinge über diese Art von Tieren. Wir sehen uns dann im folgenden Saal wieder, um die Wintersonnenwende in Cabañeros kennen zu lernen.

 

 

12. Die Wintersonnenwende Die längste Nacht des Jahres

 

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Im Monat Dezember wurden die Tage in Cabañeros ständig kürzer, aber diese Tendenz wird sich nun, in dieser Nacht der Wintersonnenwende, der längsten des Jahres, umkehren und den Wechsel der Jahreszeit einläuten. Auch wenn es kaum wahrnehmbar ist, werden ab morgen die Tage den Nächten ständig einige Minuten abgewinnen, bis wir in sechs Monaten wieder bei der Sommersonnenwende angekommen sind. Das aber scheint noch ziemlich weit in der Zukunft zu liegen, wenn wir die kalte Umgebung in der Szene vor uns betrachten. Es ist fast Mitternacht und starker Frost befällt den Park. Ein riesiger Vollmond flutet diesen blattlosen Wald mit Licht und hebt die Silhouetten der bewegungslosen Stämme hervor. Das Mondlicht ist so intensiv, dass es die Öffnung einer Höhle sichtbar macht, die während des Tages mehreren Nachtgreifvögeln als Quartier gedient hat. Diese lösen nun die tagaktiven Arten ab und nehmen deren Platz in diesem etwas unheimlichen Szenarium ein.

So wie diese Schleiereule, die lautlos den linken Teil der Szene überfliegt. Wenn Sie genau hinschauen, können Sie sehen, wie sie in ihrem Schnabel eine kleine Feldmaus trägt, die sie soeben auf dem Boden erjagt hat; und nun hat sie sich wieder mit den ersten etwas schweren Flügelschlägen langsam in die Lüfte erhoben.

 

 

Etwas weiter rechts, auf den kahlen Ästen eines Baumes, befinden sich ein Uhu und ein kleiner Steinkauz. Der Uhu ist der größte nachtaktive Raubvogel unserer Wälder. Mit seinen noch in weiter Entfernung hörbaren, klangvollen und beharrlichen Rufen scheint er den Mond anzusingen. Tatsächlich aber handelt es sich um einen territorialen Gesang, der das von ihm und seiner Partnerin gegenwärtig besetzte Gebiet markiert. Daher besitzt auch jeder Uhu eine ganz individuelle Stimme, die nur ihm zuzuordnen ist. Seine Nachtsicht und sein Hörvermögen sind außergewöhnlich, und ich glaube, er hat uns gehört; gerade hat er seinen Kopf gedreht, um uns mit seinen großen orangefarbenen Augen anzuschauen. Am besten fahren wir fort, ohne zu viel Lärm zu machen.

 

 

Ein molliger, einsamer Steinkauz nutzt einen anderen Zweig dieses Baumes als Ruheplatz. Seit einer ganzen Weile sitzt er dort schon bewegungslos auf seinem Beobachtungsposten, während sein ganz unverwechselbarer Ruf wie ein klagendes Miauen klingt.

Weiter rechts, auf zwei verschiedenen Bäumen, hocken eine Waldohreule und ein Waldkauz. Und dazwischen befindet sich eine sehr schmackhafte Beute für alle Raubvögel dieser Szene: eine ahnungslose Wühlmaus hat sich auf der Nahrungssuche aus der Deckung gewagt, ein Fehler, der sie teuer zu stehen kommen wird. Die Waldohreule besitzt eine der unheimlichsten Stimmen unter den Vögeln. Sie klingt ähnlich wie wenn man über die Öffnung des Halses einer leeren Flasche hinweg bläst. Auch dieser Ruf besitzt wie der anderer nächtlicher Raubvögel einen klar territorialen Zweck. Plötzlich setzt sie zum Flug an, um die kleine Maus zu jagen. Sie ist dabei bemerkenswert geschickt und fliegt in völliger Stille im Zickzack durch die Zweige der Bäume, ohne sie zu berühren, bis sie über ihre Beute hergefallen ist.

Auf dem Baum weiter rechts in der Szene hockt ein Waldkauz. Es ist ein männliches Tier, das sich das Gefieder putzt, während es eindringlich schreit. Er hat einen koketten Dialog mit einem weiblichen Kauz begonnen, der aus der Ferne mit einer höheren, quietschenden Stimme antwortet. Die Balz zwischen den beiden hat begonnen und wird die ganze Nacht andauern.

 

 

Schauen Sie jetzt bitte auf den Bodenbereich der Szene. Sie können dort mehrere, abwechselnd aufleuchtende Rechtecke sehen, die sechs verschiedene Fledermausarten aus den Cabañeros hervorheben. Schauen Sie bitte gut hin. Von links nach rechts erscheinen eine Alpenfledermaus, eine Breitflügelfledermaus, eine Große Hufeisennase, eine Europäische Bulldoggfledermaus, ein Großes Mausohr und eine Langohrfledermaus. Und verpassen Sie nicht die Gruppe von Großen Hufeisennasen, die von der Decke der Höhle hängend ausruhen.

 

 

All diese Arten, die Sie hier gesehen haben, haben außergewöhnliche und einzigartige Fähigkeiten entwickelt und sich angepasst, um in der Dunkelheit zu überleben. Es sind die Nachtbewohner von Cabañeros.

Wenn Sie mehr Dinge über die nachtaktive Tierwelt und die Felsbewohner des Parks wissen möchten, begeben Sie sich bitte zu den Bildschirmen neben der Szene und nutzen die dort angebotenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können mehr über die in diesem Saal dargestellten Szenen und Arten erfahren. Und mit dem Spiel "Ein Radar in der Dunkelheit" können Sie auf sehr unterhaltsame Weise viele Dinge über Fledermäuse erfahren. Wir sehen uns dann im folgenden Saal wieder, um die Winterzeit in Cabañeros kennen zu lernen.

 

 

13. Der Winter im Wasser. Der Tanz des Windes

 

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Die Feuchtgebiete von Cabañeros wie dieser kleine Teich, der sich aufgrund der reichlichen Regenfälle des letzten Herbstes gebildet hat, haben während der letzten drei Monate, Tausenden von überwinternden Vögeln als Zufluchtsort gedient, die mit den ersten Frösten angekommen waren. Nun sind wir in der zweiten Hälfte des Monats Februar. Die Tage beginnen, etwas länger zu werden, aber die Temperaturen steigen noch nicht. Wir sind im härtesten Wintermonat im Park, mit den niedrigsten Temperaturen, und Schneefälle sind recht üblich. In diesem Jahr scheint der Frühling noch in weiter Ferne zu sein. Nichtsdestoweniger beginnt der Instinkt dieser überwinternden Vögel wieder einzusetzen. Der Ruf zurück zu ihren Brutplätzen in Mittel- und Nordeuropa wird nicht auf sich warten lassen.

 

 

Wie bei den in dieser Szene dargestellten Gruppen von Vögeln. Nachdem sie während der Nacht an ihren Schlafplätzen ausgeruht haben, nutzen sie den frühen Morgen, um sich zu ernähren und beginnen Ihre Reise nach Norden. Der Lärm des Gekrächzes und Trompetens einer großen Gruppe von Kranichen ist kilometerweit zu hören. Das Geschrei ist ohrenbetäubend. Der Kranich ist einer der lärmendsten Vögel, die es gibt, und der Hauptdarsteller in diesen Momenten. Mehrere Gruppen haben sich in diesem Feuchtgebiet versammelt, um gemeinsam die Reise anzutreten. Beachten Sie die Eleganz ihrer langsamen Bewegungen, ganz gleich ob im Stehen oder in Bewegung. Mit ihren lang gestreckten Beinen ist ihre Figur unverwechselbar. Den Hals halten sie gestreckt, oder aber - wenn sie singen - nach hinten gebogen. Achten Sie nun bitte auf ein Detail. Erkennen Sie einige Kraniche, deren Kopf von gelbem Gefieder bedeckt ist? Es handelt sich um mehrere Jungvögel, die inmitten der Gruppe der Erwachsenen geschützt werden. Während einige Kraniche bereits in der Luft sind, fangen andere an, sich ihnen anzuschließen. Sie beginnen abzuheben nachdem sie zunächst einige Meter mit bereits ausgebreiteten Flügeln auf dem Boden laufen, eine für diese Spezies sehr kennzeichnende Bewegungsfolge. Die Nachzügler sind noch für einige Minuten im Schlamm und an den Ufern des Teiches geblieben, um Wurzeln, Larven und Insekten zu fressen. Sie wissen, dass die Tagesreise lang sein wird und sie den Flug bis zur Nacht nicht unterbrechen können.

Schauen Sie nun bitte auf die rechte Seite der Szene. Auf dem Boden, in der Gruppe der Kraniche, sieht man ein Pärchen von Stockenten. Der Erpel ist leicht an seinem farbigen Gefieder zu erkennen: Kopf und Hals dunkelgrün glänzend und auf der Brust rotbraun. Sie bilden seit dem Wintereinbruch ein Paar und haben sich dauerhaft in der Nähe dieses Teichs eingerichtet, wo sie gerade an einem der Ufer Ihr Nest im Schilf gebaut haben. Das Weibchen wird bald für Nachwuchs sorgen; in etwas mehr als einer Woche wird sie beginnen, zwischen 7 und 12 Eier zu legen.

 

 

Weiter rechts hat sich ein Kiebitzpärchen dafür entschieden, in diesem Feuchtgebiet zu nisten. Obwohl es ansonsten eine sehr gesellige Art ist, sondern sie sich doch während der Brutzeit ab. Daher sind beide recht unruhig, während sie die Umgebung des Teichs erkunden. Stockente und Kiebitz gehören zu den überwinternden Arten, aber in Cabañeros sind sie das ganze Jahr über präsent. Jene Exemplare aus Europa, die zum Beginn des Winters eingetroffen sind, kehren jedoch nun in ihre Brutgebiete zurück.

Richten Sie Ihren Blick nun bitte nach oben und schauen Sie auf die große Gruppe von Ringeltauben, die den Himmel über dieser Lagune durchquert. Es handelt sich um europäische Tauben, die in ihre Heimat zurückkehren. Hunderttausende dieser Vögel werden in ein paar Tagen auf ihrem Heimweg den westlichen Teil der Pyrenäen überqueren.

 

 

Dieser Schwarm von Ringeltauben ist ein sehr verlockendes Ziel für zwei elegante Raubvögel: den Rotmilan und den Gleitaar. Keiner von beiden wird diese günstige Gelegenheit ungenutzt lassen.

Der erstere und größere nähert sich den Tauben mit ausgebreiteten Flügeln, während sein langer Schwanz als starkes Steuerruder dient. Fast bewegungslos in der Luft schwebend, ist er im Begriff, eine Taube mit seinen Krallen zu fangen. Die Rotmilane kehren nun wieder in ihre Brutgebiete in der Schweiz und Deutschland zurück, weshalb es für dieses Exemplar von vitaler Bedeutung ist, sich besonders jetzt gut zu ernähren, wenn er die Reise erfolgreich hinter sich bringen will.

L’élanion bleu est sur le point de saisir sa proie. Après avoir volé rapidement avec les ailes très angulaires, il les déplie d’un seul coup vers le haut, Der Gleitaar ist kurz davor, sich auf seine Beute zu stürzen. Nachdem er schnell mit angewinkelten Flügeln um die Taubengruppe herum geflogen ist, winkelt er die Flügel plötzlich nach oben ab und fällt daher plötzlich wie ein Stein vom Himmel auf das gewählte Ziel.

 

 

Der kühle Morgen in Cabañeros schreitet voran. Die Stimmen der Vögel, die heute den lichten Himmel überqueren werden, durchziehen die Lüfte und werden bis zum Sonnenuntergang nicht nachlassen. Wenn Sie mehr Dinge über die überwinternden Vögel, das Ökosystem der Feuchtgebiete und die sie bewohnenden Arten wissen möchten, begeben Sie sich bitte zu den Bildschirmen neben der Szene und nutzen die dort angebotenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können mehr über die Szene und die in diesem Saal dargestellten Arten erfahren. Und mit dem Spiel "Auf dem Weg" können Sie besser die europäischen Migrationsrouten von vier in Cabañeros überwinternden Arten kennenlernen. Wir sehen uns dann im folgenden Saal wieder, um das Gebirge zur Winterzeit kennen zu lernen.

 

 

14. Der Winter im Gebirge. Die Herren der Gipfel

 

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Streifen wir nun durch das Rocigalgo-Gebirgsmassiv in den höchsten Gebirgszügen von Cabañeros. Wir befinden uns vor einer großen Quarzit-Felswand, von der kleine Wildbäche niedergehen, die aus den auf diesen Gipfeln entspringenden Winterbächen stammen und die an einigen Stellen wunderschöne Wasserfälle bilden. Vor ein paar Stunden ist der Tag angebrochen und der Wind peitscht unaufhörlich gegen diese nackten Klippen. Dieser kalte Februar-Morgen bietet einem hellen und klaren Himmel, der uns herrliche Ausblicke auf einige der weniger bekannten Landschaften des Parks ermöglicht.

Schauen Sie bitte auf die linke Seite der Szene. Neben einigen Wachholderbüschen sieht man eine Gruppe von Iberiensteinböcken. Die beiden männlichen Tiere, mit ihrem eindrucksvollen Geweih, sind leicht von dem Weibchen zu unterscheiden. Es ist noch nicht offensichtlich, aber das Weibchen ist schwanger. Wenn alles gut geht, wird das neue Zicklein im kommenden Mai geboren werden. Die beiden Böcke sind noch junge Exemplare, die seit geraumer Zeit herumspielen. Halb Spiel, halb Übung, bringt sie ihr Instinkt dazu, das Verhalten der Erwachsenen bei den während der Paarungszeit häufigen Kämpfen zu imitieren, bei denen sich entscheidet, wer sich mit den meisten Weibchen paaren wird. Einer von ihnen hat eine erhöhte Position auf den Felsen gesucht und ist im Begriff, sich auf die Hinterbeine zu stellen, um sich anschließend gegen seinen Opponenten fallen zu lassen.

 

 

Der trockene, laute Klang der gegeneinander prallenden Geweihe wird in der Stille dieser Berge durch das Echo wiederholt und beweist die Gewalt dieser beachtlichen Stöße. Innerhalb einiger Minuten, wird einer dieser Böcke seine Niederlage in diesem Spiel akzeptieren und von hier fortgehen, um neue Konfrontationen suchen, aus denen er dann vielleicht als Sieger hervorgeht. Dies wird die letzte Übung für diese beiden Böcke sein. In ein paar Monaten werden sie die volle Geschlechtsreife erreicht haben und zum Jahresende werden sie alles, was sie in diesen Spielen gelernt haben, in die Praxis umsetzen. Schauen Sie jetzt bitte auf die rechte Seite der Szene; im Vordergrund stehen hier zwei außergewöhnliche Tiere. Als erstes sieht man ein Prachtexemplar von Hirsch, der vor uns zu posieren scheint. Wir haben ihn weit weg von der schützenden Vegetation überrascht, und er verweilt angespannt, in Erwartung unserer nächsten Bewegungen. Sein Geweih ist kurz davor, zum Ende des Winters auf natürliche Weise abzufallen. Es ist recht üblich, sie einsam durch diese Gebirgszüge ziehen zu sehen, denn die Hirsche vereinen sich nur während deren Paarungszeit mit den weiblichen Tieren, wenn die berühmte Brunft stattfindet.

Ein wenig mehr rechts überfliegt der majestätischste aller, das Firmament über der iberischen Halbinsel bevölkernden Vögel, die Szene: ein Steinadler. Mit seinen ausgebreiteten und unbeweglichen Flügeln scheint er von einer unsichtbaren Luftströmung getragen zu werden, die ihn sanft über die Klippen dieses Gebirges hebt. Seine kraftvolle und elegante Flugtechnik ermöglicht ihm, seine Bewegungen sogar bei stärkstem Gegenwind zu kontrollieren.

 

 

Es handelt sich um ein Weibchen und Ihr Partner dürfte nicht weit entfernt sein. Sie sind sehr territoriale Tiere und außerdem befinden sie sich in der Paarungszeit. Ihr Nest haben sie in einem nahe gelegenen Felshang gebaut und dabei sicherlich eine Öffnung in der vertikalen Wand eines Felsens genutzt. Schauen Sie nun bitte nach weiter unten. Man sieht dort an dem Felshang eine Gruppe von kleinen Vögeln. Obwohl sie im Winter nicht viel singen, klingen doch einige Triller in der Stille dieser Gipfel. Den in diesen Landschaften am häufigsten vorkommenden Vögeln, der Alpenbraunelle und dem Hausrotschwanz, hat sich eine kleine Schar von Buchfinken und ein einsames Rotkehlchen angeschlossen, welche eigentlich eher in den niedrigen und bewaldeten Höhenlagen leben.

Damit Sie sie gut erkennen können, werde ich Ihnen genauer schildern, wo sie sind. Von links nach rechts kann man zunächst ein Pärchen von prächtigen Alpenbraunellen sehen, welche am besten an die Kälte dieser Gipfel gewöhnt sind.

Weiter links hockt ein Hausrotschwanz unbeweglich auf einem Felsvorsprung, einem seiner Lieblingsplätze, wo er stundenlang teilnahmslos darauf warten kann, seine nächste Mahlzeit zu sichten.

 

 

Etwas weiter unten, mischen sich die klangvollen und metallischen Triller eines Rotkehlchens und dreier Buchfinken und bilden ein im Rocigalgo eigentlich seltenes Stimmgewirr.

Wenn Sie mehr Dinge über die Tierwelt der Gebirgszüge des Parks wissen möchten, begeben Sie sich bitte zu den Bildschirmen neben der Szene und nutzen die dort angebotenen Aktivitäten. Mit Hilfe der interaktiven Anlage "Wer ist wer?" können Sie mehr über die in diesem Saal dargestellten Szenen und Arten erfahren. Und das Spiel "Wer lebt denn dort?" ermöglicht Ihnen zu lernen, welche unterschiedlichen Ökosysteme es den Höhenlagen entsprechend in Cabañeros gibt und welche Arten dort wohnen.

Und hier, im Gebirgsmassiv Rocigalgo, auf 1.448 Metern Höhe, dem höchsten Punkt der Montes de Toledo, beschließen wir den ersten Teil unserer Tour durch dieses Besucherzentrum des Nationalparks Cabañeros. Wir waren Zeugen der in den vier Jahreszeiten, während 365 Tagen, auftretenden Veränderungen. Zu dieser Gelegenheit konnten Sie mit Ihren eigenen Augen eine Reihe von Transformationen und Ereignissen nachvollziehen, die zwar jedes Jahr geschehen, deren wir uns aber oft gar nicht mehr bewusst sind. Wir sahen, wie dieser jährliche Zyklus im vergangenen Frühjahr seinen Lauf nahm, als die Störche begannen in den Park zu kommen und die Kraniche, die in Cabañeros überwintert hatten, anfingen ihre Reise nach Norden anzutreten. Und alles beginnt wieder von vorne, alles wird sich wieder in den kommenden Monaten wiederholen, da die Natur, wie es seit jeher ist, sich in ständiger zyklischer Bewegung befindet. Ich hoffe, dass Ihnen dieser Teil Ihres Besuchs gefallen hat und meine Begleitung für Sie interessant war. Ich erwarte Sie dann in den folgenden Sälen des Rundgangs.

 

 

17. Naturschutz und ländliche Entwicklung

 

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Wir befinden uns nun im Verbindungskorridor, der den Saal der Jahreszeiten, von wo wir gerade kommen, mit der so genannten Quintería, dem Gehöft, verbindet, wo wir den Rundgang fortsetzen werden. Wie auch anderswo auf unserem Planeten, waren die Bewohner der in der Nähe des Nationalparks Cabañeros liegenden Ortschaften seit Generationen die Akteure in einer einzigartigen Beziehung zu ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Weisheiten, die diese Menschen der Natur abschauen konnten, welche im Wesentlichen den gleichen Lebenszyklus aufzeigt, von dem auch ihre eigene Existenz abhing, haben diese im Laufe der Jahrhunderte in ihre Traditionen und Arbeitsweisen integriert. Diese ständige Suche nach Mitteln und Möglichkeiten zur Herstellung eines ausgewogenen Verhältnisses mit der Umwelt, hat unauslöschliche Spuren der Natur in ihrer Geschichte, in ihrem Gedächtnis und ihren Gefühlen hinterlassen. Die Erklärung von Cabañeros zum Nationalpark im Jahr 1995 hat diese Aspekte in starkem Maße berücksichtigt und brachte dem Landkreis von Montes de Toledo bedeutende Anstöße für seine wirtschaftliche Entwicklung; bis dahin war dieses Gebiet, vor allem durch eine hohe Abwanderung und starke Entvölkerung gekennzeichnet.

Vier Ortschaften in der Provinz Ciudad Real, nämlich Alcoba de los Montes, Horcajo de los Montes, Navas de Estena und Bullaque Retuerta, sowie zwei in Toledo, nämlich Hontanar und Navalucillos, haben seitdem von jenen Maßnahmen profitiert, die zur Sicherstellung ihrer nachhaltigen Entwicklung und der Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner getroffen wurden. Im Saal finden Sie diverse Informationsmöglichkeiten zu diesem Thema. So gibt es allgemeine Unterlagen wie auch von den verschiedenen Gemeinden des Landkreises veröffentlichte touristische Broschüren mit Informationen zur breiten Palette an Unterkünften und Restaurants in diesem Gebiet. Zusätzlich können Sie sich umfassend über die von den Unternehmen aus der Sparte Agro-Tourismus und Aktiv-Tourismus angebotenen Aktivitäten informieren.

 

 

Besonders nennenswert sind hier individuelle Führungen durch den Park, zu Fuß oder per Geländewagen, oder auch thematische Touren: ornithologisch ausgerichtete Touren, Phototouren oder Touren zur Zeit der Hirschbrunft. Nicht zu vergessen sind auch die kommentierten Verkostungen in traditionellen Weingütern, Olivenpressereien und Käsereien, wo Sie die ausgezeichneten Produkte des Landkreises Cabañeros probieren können. Außerdem gibt es einen Bildschirm, der eine einfache und intuitive, interaktive Abfrage ermöglicht und die genannten Informationen ergänzt; er zeigt auch eine Karte des Parks mit der Lage der sechs in das sozioökonomische Einflussgebiet integrierten Gemeinden.

 

 

18. Die Struktur der Vegetationszonen in Cabañeros

 

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Setzen wir nun unseren Rundgang durch das Erdgeschoss des Verbindungskorridors fort. Hier finden Sie vor allem Auskünfte über den mediterranen Wald im Netzwerk Natura 2000, dem wichtigsten Instrument zum Naturschutz in der Europäischen Union. Es wurde 1992 gegründet und ist weltweit das größte ökologische Netzwerk. Seitdem hat es dazu beigetragen, den Mitgliedstaaten der Europäischen Union einen gemeinsamen Handlungsrahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf ihrem jeweiligen Territorium zu geben und das langfristige Überleben der am stärksten bedrohten Arten und Lebensräume in Europa zu sichern.

 

 

Die geschützten Gebiete, die in Spanien zum Natura-2000-Netzwerk gehören, machen zusammen mehr als 28 % unseres Territoriums aus. Dies bedeutet, dass unser Land von allen die größte Fläche zu diesem Netzwerk beiträgt. Und ein Großteil dieser Schutzgebiete sind mediterrane Wälder, die unbestrittenen Stars unter den Landschaften der Iberischen Halbinsel. Schauen Sie sich nun bitte das Modell in der Mitte des Saales an. Dieses Modell gibt maßstabsgerecht das Gebiet des Nationalparks Cabañeros wieder und zeigt die Verteilung der dortigen, unterschiedlichen Vegetationszonen. Nach dem, was Sie zuvor auf dem Rundgang durch die Säle der Jahreszeiten sehen konnten, bin ich sicher, dass Sie nun die typischsten Landschaften von Cabañeros auf diesem Modell wieder erkennen können. Ich erwarte Sie dann im Quintería-Gehöft, wo ich Ihnen über die ethnographischen Werte des Parks berichten werde.

 

 

19. Das Quintería-Gehöft. Die Architektur und das ländliche Leben

 

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In den folgenden Sälen wird unser Rundgang uns durch das Innere des Nachbaus einer Quintería führen. Deren Architektur spiegelt bestens jene volkstümliche Architektur wieder, die auf die bäuerlichen Arbeiten in dieser Gegend ausgerichtet ist. Diese kleinen Gebäude - weiß getüncht oder aus unverputztem Stein -, die die Sommersonne spiegeln und sich im Winter im Nebel verstecken, sprenkelten noch bis vor kurzem in großer Zahl die Landschaft in der Umgebung von Cabañeros. Mit ihrer Anpassung, sowohl an die Umwelt, wie auch an die vorhandenen Ressourcen und die Bedürfnisse der traditionellen Landwirtschaft, waren die Quinterias bestens in die Umgebung integriert.

 

 

Schauen Sie sich nun bitte den Plan am Eingang an. Die Darstellung wird ihnen dabei helfen, sich bei Ihrem Rundgang durch das Innere unserer Quintería zu orientieren. Die folgenden Säle heben den großen Stellenwert der Eichen im Landkreis Montes de Toledo hervor, in den der Nationalpark Cabañeros eingebettet ist. Die Eiche war hier für seine Einwohner stets derart wichtig, dass wir sie „Baum des Lebens“ genannt haben. Fast alles dreht sich hier auch weiterhin um die Eiche, denn sie ist eine fast unerschöpfliche Quelle für Materialien und gleichzeitig, aus anthropologischer Sicht, ein Kernpunkt der örtlichen Kultur. Ihr Holz, die Rinde, die Eicheln; ihr Wert für die Gestalt der Weidelandschaften und des mediterranen Busch- und Waldlands … all das gibt ihr einen besonderen Stellenwert. Ich erwarte Sie dann im folgenden Saal, wo ich Ihnen mehr über die Verwendung des Eichenholzes berichten werde.

 

 

20. Das Quintería-Gehöft. Der Saal rund um das Holz

 

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Aufgrund seiner Härte und Dichte wurde das Eichenholz seit jeher sehr für traditionelle Arbeiten geschätzt. Bei der Herstellung von Fuhrwerken wurde es in der Regel für die Wagenräder und Achsen verwendet.

Sehr üblich war sein Einsatz in Bauten als Tragebalken und Säulen, wie auch für die Herstellung verschiedener Ackergeräte wie Pflüge, Hacken, Schaufeln und Rechen und auch anderer, kleinerer Handwerkzeuge.

Durch seine hohe Beständigkeit gegen Feuchtigkeit war es auch das ideale Holz für den Einsatz beim Bau von Bewässerungskanälen und anderen, kleineren Bewässerungsanlagen.

 

 

Erkennen Sie diesen Klang? Dies ist der Klang von Kuhglocken. Ihr Klöppel, der auf ihrer Innenseite auf das Metall schlägt, wurde früher für gewöhnlich aus einem dicken Kernholzsplitter einer Eiche hergestellt. Wie die Hirten versichern, kann man bei Verwendung dieses Holzes den Klang über weite Entfernungen hin hören. Auf diese Weise erkannten sie ihre Herden und waren in der Lage, verlorene Schafe oder Ziegen im Unterholz zu finden. Betrachten Sie nun bitte die Wände dieses Saals, wo eine Auswahl dieser Werkzeuge ausgestellt ist. Mal sehen, ob Sie sie unterscheiden können!

Eine weitere übliche Nutzungsform des Eichenholzes war Brennholz und Holzkohle; der Heizwert von Eichenholz ist höher als der der übrigen Bäume dieser Gegend.

Das Brennholz stammte gewöhnlich vom Beschneiden der Bäume her wie auch vom Auslichten des Unterholzes, während zur Herstellung der Holzkohle das Holz über Tage hinweg langsam in einem Meiler verbrannt wurde.

Wir treffen uns dann im nächsten Saal, um zu sehen, welche Produkte das Buschland bereithält.

 

 

21. Das Quintería-Gehöft. Der Buschlandsaal

 

- Audio guía de la Quintería. Sala del matorral

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Seit Jahrhunderten haben die Pflanzenarten des Buschlands im Park den Menschen in der näheren Umgebung eine Unmenge von natürlichen Ressourcen geboten. Schauen Sie sich nun bitte auf die Darstellungen an einer der Wände des Saals. Dort erscheinen viele für die handwerkliche Herstellung verschiedener Produkte benötigte Pflanzen und Früchte.

 

 

Einige davon sind besonders schmackhaft, wie die exquisiten Wildhonige von Lack-Zistrosen oder Besen-Heide, welche die Imker jedes Jahr aus den Bienenstöcken einsammeln, die sie im Busch aussetzen, ganz in der Nähe dieses Graslandes, das sich im Frühling mit unzähligen bunten Blumen schmückt. In der Mitte der Schautafel können Sie die szenische Nachbildung eines traditionellen Bienenstock - umgeben von einem Bienenschwarm - als Hologramm sehen. Das sieht völlig realistisch aus, nicht wahr?

Andere Produkte sind eher praktischer Natur, wie zum Beispiel die natürlichen, mit Thymian hergestellten Insektizide, oder Kosmetika mit einer Mischung von Lavendel und anderen aromatischen Pflanzen. Kommen Sie nun bitte zur rechten Seite der Schautafel. Dort finden Sie einige Duftverteiler, damit sie die unterschiedlichen Aromen verschiedener Pflanzen riechen und unterscheiden lernen können.

Weitere kulinarische Produkte sind beispielsweise Thymian, Dill oder Oreganum, die wichtig als I-Tüpfelchen für eine gelungene Mahlzeit sind.

Und, was könnte es Besseres zur Einleitung einer belebten Konversation nach dem Essen geben, als köstliche Marmeladen oder Liköre aus Obst oder Beeren wie Erdbeeren vom Erdbeerbaum oder Schwarzdorn! Ich erwarte Sie dann im nächsten Saal, wo wir die Geheimnisse der Baumrinde entdecken werden.

 

 

22. Das Quintería-Gehöft. Der Rindensaal

 

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In diesem Raum werden Sie die traditionelle Verwendung und Anwendung der Rinden von Eichen allgemein und insbesondere auch von Korkeichen sehen.

 

 

Schauen Sie bitte auf die beiden Figuren, die sich neben der Viehtränke befinden. Sie tragen Lederkleidung und auch Utensilien aus Leder. Das Leder stammt von dem, im Einflussgebiet des Nationalparks Cabañeros grasenden Vieh und wurde vor der handwerklichen Weiterverarbeitung zunächst - ebenfalls in Handarbeit - gegerbt. Für das Gerbverfahren verwandte man die Rinde von Eichenästen. Ihr hoher Gehalt an Tanninen machte es zu einem idealen natürlichen Gerbstoff, der das Faulen der Häute verhinderte. Nun zu anderen traditionellen Verwendungen der Rinde.

In diesem Gebiet wird noch heute, wie schon seit Jahrhunderten, eine der interessantesten traditionellen Arbeiten in den spanischen Forsten durchgeführt: das Entkorken. Wissen Sie, worum es sich handelt? Sie haben es sicherlich schon erraten. Es ist die Schälung der Rinde der Korkeichen - in Handarbeit - zur Gewinnung des Korks. Das auf die rechte Wand projizierte Video zeigt das Entkorken, wie es noch heute praktiziert wird.

Diese Arbeit ist nicht Jedermanns Sache. Man benötigt viel Geschick und einige speziell für diese Arbeiten hergestellte Werkzeuge. Aber es gibt Tage, die komplizierter sind als andere und auch besonders schwierig zu schälende Bäume. Jene mit nach unten gekrümmten Ästen, heißen "sobaqueras", die mit nur kleinen Ästen nennt man „canutos“, und solche deren Äste miteinander verbunden sind, "horcajás". Die Gruppe von Arbeitern, die Sie hören, schafft schon seit mehreren Tagen in dieser Korkeichenpflanzung. Sie klettern ohne Leitern auf den Baum und schälen die Korkplatten vorsichtig, damit sie nicht brechen, von oben her vom Stamm.

Nachdem dann die Platten am Boden sind, werden sie in 6er Bündeln auf den Rücken eines Maultiers geladen. Wegen des schwierigen Geländes in der Umgebung von Cabañeros wird diese Art, den Kork zu befördern, noch heute angewandt.

 

 

Die Früchte dieser Arbeit sind nach der Verarbeitung des Korks schließlich eine Vielzahl von Gegenständen und Produkten des täglichen Gebrauchs: Flaschenkorken, Isolierungen, Bodenbeläge, Dekorationen, Geschenkartikel, Tafeln…

Wahrscheinlich haben Sie noch nie daran gedacht, dass einige davon aus der Umgebung dieses Nationalparks kommen könnten, oder? Machen wir im nächsten Saal weiter, welcher der Rolle der Tiere in der traditionellen Bewirtschaftung der Quintería gewidmet ist.

 

 

23. Das Quintería-Gehöft. Der Saal zum Thema Viehwirtschaft.

 

- Audio guía de la Quintería. Sala de la ganadería

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Wir befinden uns im Nachbau des Inneren einer Quintería, genauer gesagt im Stallbereich. Hier wurden hauptsächlich die Last- und Arbeitstiere, die man für verschiedene landwirtschaftliche Arbeiten einsetzte, untergebracht und gefüttert. Für die Bauern des Landkreises Montes de Toledo waren in der Vergangenheit Maultiere und Zugpferde für die Beförderung von schweren Lasten, beim Pflügen oder zum Antrieb kleiner Wasserräder zur Bewässerung der Hausgärten von grundlegender Bedeutung.

 

 

Im vorherigen Saal konnten Sie schon eine Tränke sehen, an der diese Tiere ihren Durst stillen konnten. Der Bau des Stalls innerhalb der Quintería diente einem doppelten Zweck, nämlich zu einen, dem Vieh Schutz zu bieten, damit es sich auszuruhen konnte, und zum anderen, gleichzeitig den Bereich, in dem die Bauernfamilie schlief, zu wärmen. Diese Ställe dienten zur Unterbringung von Kühen, Maultieren und Schafen.

Eine weitere der traditionellen Tätigkeiten in der Umgebung des Nationalparks ist die Schäferei. Viele der in Leder gearbeiteten Gegenstände, die Sie zuvor gesehen haben, wurden von Hirten für deren übliche Arbeiten hergestellt: Rucksäcke zum Tragen von Lebensmitteln und kleinen Werkzeugen; Schürzen und Beinschützer für die Schafschur; selbst hergestellte wärmende Kleidung; Griffe kleiner Messer zum Abschneiden eines guten Stücks Käse ...

Auch wenn der wichtigste Zweck der Schäferei die Erzeugung von Schaf- und Ziegenfleisch ist, muss doch unbedingt auch ein anderes Produkt genannt werden, das durch seine exzellente Qualität besticht und in Handarbeit in allen Ortschaften des Einflussbereichs der Cabañeros hergestellt wird: der Schafskäse.

Wissen Sie woher der Käse stammt? Schauen Sie bitte auf die Bilder, die auf die Stall-Szene projiziert werden: Eine großformatige audiovisuelle Produktion im Maßstab 1 zu 1, erzeugt eine optische Illusion, die einen glauben lässt, er sei wirklich von einer Gruppe von Schafen bewohnt. Sie können sehen, wie sie von den Hirten gemolken werden. Dies ist der erste grundlegende Schritt für die Herstellung des Käses. Machen Sie bitte keinen Lärm, um die Tiere nicht zu verschrecken. Wir treffen uns dann im nächsten Saal, um über die Eicheln und ihre Qualitäten zu sprechen.

 

 

24. Das Quintería-Gehöft. Der Saal der Früchte: die Eichel

 

- Audio guía de la Quintería. Sala del fruto: la bellota

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Das Iberische Schwein ist wohl das Tier, das am besten die Weidelandschaft in der Umgebung von Cabañeros repräsentiert. Diese Schweine wachsen frei zwischen den Steineichen und Korkeichen auf, und ernähren sich von den reifen Eicheln auf dem Boden.

Diese traditionelle Art der Mast, besteht auch heutzutage weiter und bietet Beschäftigung für viele Schäfer. So auch für die Gruppe, die wir hier hören; sie kümmern sich um das Weideland und die Schweine, die es durchstreifen. Mit langen Stöcken schlagen sie gegen die Äste, damit die reifsten Eicheln zu Boden fallen. Sofort werden sie von mehreren Schweinen umringt, die das bemerkt haben.

 

 

Diese Ernährung und die ständige Bewegung sind der Hauptgrund für die ausgezeichnete Qualität der Fleischerzeugnisse, die aus diesen Schweinen gewonnen werden. Das bekannteste davon ist der Ibérico-Schinken, mit seiner attraktiven, glänzenden Färbung und der perfekt verteilten Fettmaserung. Aber der Herstellungsprozess dieses luftgetrockneten Schinkens ist alles andere als einfach. Nach der Zeit auf der Weide, die wir gesehen haben, ist der nächste Schritt das jährliche Schlachtritual, das in den Ortschaften von Cabañeros noch in der überlieferten Form durchgeführt wird.

Die Schweineschlachtung dauert drei Tage lang und findet zur kältesten Jahreszeit statt. Die Kälte ist nicht sonderlich förderlich für das Fest, aber sie ist unverzichtbar für die optimale Weiterverarbeitung der erhaltenen Produkte. Diese sind äußerst wichtig für die örtliche Binnenwirtschaft, da sie ausschließlich zur Selbstversorgung bestimmt sind und gleichzeitig eine zusätzliche Lebensmittelversorgung für die Familien darstellen. Aus diesem Grund sind die Schlachtfeste auch heutzutage weiterhin ein Anlass zum Feiern, für Familientreffen sowie Nachbarschafts- und Familienhilfe. Bei den Gemeinschaftsessen werden Arbeit und Feiern in perfekter Harmonie kombinieret. Im Saal finden Sie außerdem vier Bildschirme. Jeder von ihnen zeigt eine audiovisuelle Produktion, die in einfacher und unterhaltsamer Form den gesamten Schlachtungsprozess erläutert, oder mit anderen Worten, wie sich die Eichel in Ibérico-Schinken verwandelt. Wir sehen uns dann im folgenden Saal, wo wir unseren Rundgang durch die Quintería beenden werden.

 

 

25. Das Quintería-Gehöft. Der Wald-Saal

 

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Wir befinden uns hier im sechsten und letzten der Quintería gewidmeten Saal, der zur Erläuterung der traditionellen Jagd in der Umgebung des Parks bestimmt ist.

Innerhalb der Grenzen des Parks ist die Jagd verboten, außerhalb jedoch nicht. Sehr üblich sind Jagdszenen im Wald wie diese, in deren Mitte wir uns anscheinend befinden. Eine Hundemeute hat ein Wildschwein entdeckt, das, wie vom Teufel gejagt die Flucht angetreten hat. Sein enormer Körper prallt gegen die niedrigen Äste und hinterlässt eine für diese gut dressierten Hunde äußerst einfach zu verfolgende Spur.

 

 

Die Hundemeute hetzt mit voller Geschwindigkeit durch das Unterholz. Die hinter ihnen herlaufenden Hundeführer drängen sie unaufhörlich, damit sie bei der Verfolgung des Wildschweins nicht nachlassen. Das Wildschwein hat kaum eine Chance zu entkommen. Wenn es schafft den Fluss durch irgendeine Furt zu überqueren, könnte es vielleicht schaffen, die Hunde zu täuschen; aber er ist schon seit langem auf der Flucht und so viel Ausdauer gehört nicht zu seiner Natur.

Und die Schüsse, die in der Ferne zu hören sind, lassen darauf schließen, dass es vermutlich nicht geschafft hat, zu entkommen. Die Jäger, mit der Schrotflinte in der Hand und auf Anhöhen des Waldes postiert, um einen besseren Blick auf das Wildschwein zu bekommen, haben heute ihre Beute erlegt.

Andere Jagdarten haben Kleintiere wie Hasen, Rebhühner, Turteltauben zum Ziel, oder auch Ringeltauben, wie diesen Schwarm, der gerade den Himmel über dem Wald durchquert. Für heute können sie beruhigt bleiben. Die Jäger, die wir zuvor gesehen haben, scheinen mit dem Wildschwein, das sie soeben erlegt haben, zufrieden zu sein; es ist eine beeindruckende Beute. Schauen Sie sich bitte die Fußabdrücke auf dem Boden an.

 

 

Ein guter Jäger würde sie sofort erkennen. Wissen Sie, zu welchen Tieren sie gehören? Und treten Sie bitte an die Sichtgeräte an den Säulen heran. Sie können dort spektakuläre dreidimensionale Bilder mit Hintergrundbeleuchtung zum Thema Jagd und deren Akteuren sehen. Damit endet unser Rundgang durch die Quintería und ihre unterschiedlichen Bereiche. Ich hoffe, Sie haben die Tour genossen und viel dabei gelernt.

 

 

26. Abschied

 

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Hier endet unser Rundgang durch die Säle des Besucherzentrums und beginnt gleichzeitig das Wichtigste, Ihr eigentlicher Besuch im Nationalpark Cabañeros. Sie werden mit eigenen Augen all das sehen können, was ich Ihnen vorab erläutert habe. Ich hoffe, dass meine Kommentare dazu beigetragen haben, besser zu verstehen, was Sie bisher gesehen haben und was Sie nun anschließend genießen können.

 

 

Falls Sie irgendwelche Fragen haben, wenden Sie sich bitte an meine Kollegen im Besucherzentrum. Und machen Sie sich gefasst auf wirklich beeindruckende Erfahrungen in dieser wunderschönen Umgebung zur Beobachtung der Tierwelt in ihrem natürlichen Lebensraum. Danke für Ihren Besuch! Und ich hoffe, dass Sie demnächst wiederkommen!

 

 

Besucherzentrum des Nationalparks Cabañeros.: 13110 - Horcajo de los Montes, Ciudad Real.

- Tel.: +34 91 597 65 77 - informacionma@magrama.es - www.magrama.gob.es/es/red-parques-nacionales/nuestros-parques/cabaneros

 

 

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